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Somit

Somiten (rot) in einem menschlichen Embryo (Rückenansicht).

Ein Somit (von lateinisch somitus) ist ein Segment im Aufbau von Tieren.

Wirbeltiere

In der Embryologie der Wirbeltiere sind die Somiten oder Urwirbel vorübergehende Segmente des Körpers, die zu den Primitivorganen zählen. Die Somiten werden in Kopf-Schwanz-Richtung (craniocaudal) aus dem Mesoderm seitlich der Mittellinie (paraxial) abgeschnürt. Sie liegen daher in zwei Strängen rechts und links der axialen Strukturen Chorda dorsalis und Neuralrohr. Der Somit besteht zunächst aus Epithel mit einem mesenchymalen Hohlraum, dem Somitocoel. Später wird der ventromediale (zur Mitte des Bauches gerichtete) Anteil mesenchymal und als Sklerotom bezeichnet. Der dorsolaterale (zum seitlichen Rücken gerichtete), epithelial gebliebene Anteil wird Dermatomyotom genannt:

Gliedertiere

Vor allem bei den Gliedertieren werden unter „Somite“ primär gleichmäßige Körpersegmente verstanden, die normalerweise sklerotisiert (mit Calciumcarbonat (Kalk) imprägniert) sind, wobei Sklerite (Deckplatten aus Chitin) entstehen.[1]

Einzelnachweise

  1. Ulrich Lehmann: Paläontologisches Wörterbuch. 4. Auflage. Ferdinand Enke, Stuttgart 1996, ISBN 3-432-83574-4, S. 222.
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Basierend auf einem Artikel in: Extern Wikipedia.de
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Datum der letzten Änderung: Jena, den: 21.05. 2026