Jenoptik
Die Jenoptik Aktiengesellschaft ist ein weltweit tätiger, börsennotierter Technologiekonzern mit Hauptsitz in Jena (Thüringen).
Geschichte
Die Vorgeschichte von Jenoptik reicht bis ins Jahr 1846 zurück, als Carl Zeiss in Jena seine optische Werkstatt eröffnete.
Im Zuge der "Abwicklung" des Kombinates VEB Carl Zeiss Jena kommt es zu einer Reihe von Ausgründungen.
Am 25. Juni 1991 wurde zwischen der Treuhandanstalt, den Ländern Baden-Württemberg und Thüringen sowie den beteiligten Zeiss-Unternehmen eine Grundsatzvereinbarung unterzeichnet. Lothar Späth, der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg, übernahm die Leitung der Jenoptik Carl Zeiss Jena GmbH. Im gleichen Jahr ging aus der Jenoptik Carl Zeiss Jena GmbH die Jenoptik GmbH als landeseigenes Unternehmen hervor. Jenoptik verantwortete die Strukturentwicklung in Jena und wurde zum Rechtsnachfolger des ehemals volkseigenen Kombinats. Aus diesem übernahm sie die Geschäftsbereiche Optoelektronik, Systemtechnik und Präzisionsfertigung. Die nicht an die Jenoptik GmbH übertragenen Bereiche der Jenoptik Carl Zeiss Jena GmbH wurden in die neu gebildete Carl Zeiss Jena GmbH eingegliedert. 51 Prozent der Anteile an der Carl Zeiss Jena GmbH waren im Besitz der Carl Zeiss AG in Oberkochen, den 49-prozentigen Anteil des Freistaates Thüringen verwaltete die Jenoptik GmbH. 1995 übernahm Carl Zeiss Oberkochen auch den Anteil Thüringens.
Die Verhandlungen zwischen Treuhand, Carl Zeiss in Ost und West sowie den Landesregierungen Thüringens und Baden-Württembergs wurden im Juni 1991 mit einem Grundsatzvertrag abgeschlossen, der die Restrukturierung des Jenaer Stammbetriebes mit etwa 30.000 Mitarbeitern regelte. Aus der JENOPTIK Carl Zeiss Jena GmbH entstanden die Carl Zeiss Jena GmbH und die JENOPTIK GmbH, an der das Land Thüringen 100 Prozent hielt. Die JENOPTIK GmbH übernahm als Rechtsnachfolger des Zeiss-Kombinates die Geschäftsbereiche Optoelektronik, Systemtechnik und Präzisionsfertigung sowie den überwiegenden Teil der Zeiss-Immobilien. Jenoptik galt als nicht sanierungsfähig, allein in Jena wurden zum Jahresende 1991 rund 17.500 Zeiss-Mitarbeiter entlassen.


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Datum der letzten Änderung: Jena, den: 01.05. 2024