Krasnogorski sawod

OAO Krasnogorski sawod „S. A. Swerew“
Firmenlogo
Rechtsform OAO
Gründung 1. Februar 1942
Sitz Krasnogorsk, Russland
Branche Fotoapparate, Optoelektronik, Feinwerktechnik, Metallverarbeitung
Platz der Optiker in Krasnogorsk, mit KMZ-Gebäude im Hintergrund

Das Krasnogorski sawod imeni S. A. Swerewa (russisch Красногорский завод им. С. А. Зверева, zu deutsch Krasnogorsker Werk „S. A. Swerew“; früher Krasnogorski mechanitscheski sawod, russ. Красногорский механический завод, zu deutsch Krasnogorsker Mechanikfabrik, üblicherweise KMZ abgekürzt) ist eine russische Maschinenbaufirma in Krasnogorsk bei Moskau, die vor allem optische Technik herstellt.

Produkte

Bekannt wurde KMZ vor allem durch die in der Sowjetunion und außerhalb weit verbreiteten Kameras der Reihen Zorki, Zenit und Krasnogorsk_(Filmkamera), von denen jeweils mehrere Millionen Stück produziert wurden. Die Firma unterhält außerdem eine große Abteilung für militärische Optik.

Geschichte

Gründung und unmittelbare Nachkriegszeit

Nach dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg hatte die Rote Armee akuten Bedarf nach optischen Präzisionsinstrumenten. Die bestehenden optischen Werke waren entweder kriegsbedingt unzugänglich, wie LOMO im blockierten Leningrad, oder mit der Nachfrage überfordert, wie das erst kurz zuvor aus Charkow nach Berdsk evakuierte FED-Werk. Das KMZ-Werk wurde 1942 auf dem Gelände eines zuvor evakuierten Maschinenbaubetriebs in einem Vorort von Moskau eingerichtet, das zu diesem Zeitpunkt nicht mehr unmittelbar durch die Wehrmacht bedroht war. Die Firma produzierte zunächst Zielfernrohre und Ferngläser sowie Aufklärungskameras.

Nach Kriegsende begann KMZ 1945 mit der Produktion von Objektiven nach Vorlagen von Zeiss, deren Hauptwerk in Jena von der Roten Armee eingenommen und teilweise als Reparationsleistung abtransportiert worden war. In den Folgejahren blieb KMZ der Hauptproduzent für Objektive in der Sowjetunion. In der Nachkriegszeit begann KMZ ferner mit der Fertigung der Messsucherkamera Zorki, die einen direkten Nachbau der Leica II sowie der sowjetischen FED darstellte, sowie von Mittelformatkameras von Zeiss unter dem Markennamen Moskva. Damit setzte neben der ursprünglich rein militärischen Ausrichtung des Unternehmens die Produktion von fotografischem Gerät für Endverbraucher ein.

Siehe auch


 
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Datum der letzten Änderung:  Jena, den: 13.02. 2015