Werkzeug
Ein Werkzeug ist ein nicht zum Körper eines Organismus gehörendes Objekt, mit dessen Hilfe die Funktionen des Körpers erweitert werden, um auf diese Weise ein unmittelbares Ziel zu erreichen.
Schon natürliche Gegenstände wie Steine oder Äste werden von Menschen und auch vielen Tieren als Werkzeuge verwendet.
Der Gebrauch von Werkzeugen sollte ursprünglich als Unterscheidungsmekmal im System homo den Menschen vom Tier trennen. Die Ergebnisse die Jane Goodall bei ihren Studien zu Schimpansen in Bezug auf ihre Verwendung von Werkzeugen vorlegte gaben zu denken.
Werkzeuge sind – im Unterschied zum Gerät – meist „einfache Maschinen“, also Vorrichtungen, die auf grundlegenden Prinzipien der Kräftelehre aufgebaut sind. Typische Formen der mechanischen Einwirkung sind etwa Halten, Bewegen oder Umformen, Durch-/Abtrennen, Verbinden und andere Vorgänge, die man unter dem Begriff Fertigungsverfahren zusammenfasst. Die meisten Werkzeuge werden durch Handarbeit bedient.[1]
Geschichte
Die Geschichte der Werkzeugnutzung und -herstellung durch die Gattung homo beginnt vor ca. 2,4 Millionen Jahren. Im Verlauf der Steinzeit wurden sehr viele der heute noch üblichen Werkzeuge entwickelt. Die ältesten Steinwerkzeuge, die das Niveau der Schimpansentechnik übertrafen, wurden vor 2,4 Millionen Jahren vermutlich durch den Homo rudolfensis hergestellt. Metalle als Material für Werkzeuge sind seit der Kupferzeit (Chalkolithikum, Äneolithikum) üblich.
Werkzeuge sind die wichtigsten Gegenstände, mit denen die Menschen an die Spitze der Nahrungskette geklettert sind. Durch die Erfindung von Werkzeugen konnten sie Aufgaben erfüllen, die menschliche Körper nicht erfüllen konnten, wie z.B. die Verwendung eines Speers oder Bogens, um Beute zu töten, da ihre Zähne nicht scharf genug waren, um die Häute vieler Tiere zu durchdringen.
Einzelnachweise
- ↑ John C. Loudon,
Eine Encyclopädie der Landwirthschaft, Band I, 1827, S. 499.


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Datum der letzten Änderung: Jena, den: 10.09. 2026