Gesundheitsschädliche Stoffe
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Warnzeichen nach ISO 7010 -
GHS-Piktogramm -
Ehemaliges Gefahrensymbol Xn – Gesundheitsschädlich
Mit der Gefahrenbezeichnung gesundheitsschädliche Stoffe werden im Arbeitsschutz und in der Arbeitssicherheit Stoffe gekennzeichnet, die beim Verschlucken, Einatmen oder durch Aufnahme über die Haut beim Menschen akute oder chronische Gesundheitsschäden hervorrufen können.[1] Das „n“ in der Abkürzung Xn stammt von englisch noxious („schädlich“).
Rechtsgrundlagen
Die vorstehende Definition stammt aus dem Gefahrstoffrecht der EU, entstanden in der Richtlinie 67/548/EWG und aktuell gültig gemäß CLP. Alle Angaben in diesem Artikel beziehen sich nur hierauf. Wird der Begriff „gesundheitsschädlich“ in der GHS und gegebenenfalls auch im Gefahrgutrecht verwendet, so gilt dort nicht unbedingt die gleiche Definition und die dafür verwendeten Symbole haben auch nicht die exakt gleiche Bedeutung. Wenn also das orange-schwarze Gefahrensymbol in der Kennzeichnung eines Stoffes vorkommt, so muss das analoge rot-weiß-schwarze Piktogramm bei der Kennzeichnung nach GHS nicht unbedingt auch vorkommen.
Früher wurde für Xn die Gefahrenbezeichnung mindergiftig verwendet, diese wurde aber 1995 verboten, weil der Begriff die Gefahr verharmloste.[2]
Arten
Beispiele für gesundheitsschädliche Stoffe sind unter anderem Blei, Benzol, Acetaldehyd (Ethanal) oder Dichlormethan. Steigerungen sind die Gefahrenbezeichnungen giftig und sehr giftig mit dem Totenkopfsymbol.
Dieses Gefahrensymbol ist ebenfalls vorgeschrieben, wenn
- ein Verdacht auf krebserzeugende Wirkung besteht
- möglicherweise die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigt wird,
- möglicherweise das Kind im Mutterleib geschädigt wird,
auch wenn diese Stoffe die sonst für die Einstufung als gesundheitsschädlich geltenden Merkmale nicht erfüllen.
Siehe auch
Rechtsvorschriften
- Deutschland:
Gefahrstoffverordnung - EU:
Verordnung (EG) Nr. 1272/2008
Einzelnachweise
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Gefahrensymbole. In:
Institut für Geographie und Geoökologie (IFGG). Karlsruher Institut für Technologie (KIT), abgerufen am 9. Juni 2026.
- ↑
Analyse
und Trendabschätzung der Belastung der Umwelt und von Lebensmitteln mit ausgewählten POPs und Erweiterung des Datenbestandes der POP-Dioxin-Datenbank des Bundes und der Länder mit dem Ziel pfadbezogener Ursachenaufklärung.
In: Umweltbundesamt. S. 57, abgerufen am 9. Juni 2026.


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Datum der letzten Änderung: Jena, den: 09.06. 2026