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Urtitersubstanz

Eine Urtitersubstanz oder Primärstandard/primärer Standard, kurz auch Urtiter genannt, ist eine gut wägbare Reinstsubstanz, die sich zur Herstellung von Lösungen mit genau bekanntem Gehalt (Urtiterlösungen) eignet. Diese Lösungen dienen dann dazu, den Gehalt der bei der Maßanalyse verwendeten Normallösung (= Maßlösungen) direkt oder über einen mit ihnen eingestellten sekundären Standard zu bestimmen.

Eigenschaften idealer Urtitersubstanzen

Im Idealfall besitzt eine Urtitersubstanz folgende Eigenschaften:

Beispiele für Urtitersubstanzen

Folgende neun Substanzen sind die Urtitersubstanzen nach dem Europäischen Arzneibuch:[1]

Je nach Anwendungszweck, insbesondere je nach gewünschter Genauigkeit, können auch folgende Substanzen als Urtiter dienen:

Beispiele nicht als Urtiter geeigneter Substanzen

Hydroxide wie Natriumhydroxid und Kaliumhydroxid sind als Urtiter nicht geeignet, weil sie hygroskopisch sind und CO2 aus der Luft aufnehmen und dabei Hydrogencarbonate bilden. Kaliumpermanganat ist nicht geeignet, weil es sich autokatalytisch zu Braunstein umsetzt.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Europäisches Arzneibuch 10.0. Deutscher Apotheker Verlag, 2020, ISBN 978-3-7692-7515-5, S. 981.
  2. H. Zellner: Die Eignung von Amidosulfonsäure als Urtitersubstanz in der Alkalimetrie. In: Fresenius’ Zeitschrift für Analytische Chemie. Band 139, 1953, S. 285–286, doi: Extern 10.1007/BF00528068.
  3. Eintrag zu Cer-Verbindungen. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag.
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Basierend auf einem Artikel in: Extern Wikipedia.de
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Datum der letzten Änderung: Jena, den: 26.08. 2025